Marina

Julia Roesler

Deutschland

2018

Fic.

28 Min.

OV/d

Der Film er­zählt von der 40-jährigen Marina, die in Deutsch­land zum wieder­holten Male 24 Stun­den pro Tag und 7 Tage pro Woche als Pflege­kraft in ei­nem deutschen Privat­haus­halt arbeitet. Der Mann, den sie die letz­ten Mo­nate ge­pflegt hat, ist in der letz­ten Nacht ver­storben, nun sitzt sie auf dem So­fa im Wohn­zim­mer und war­tet auf die An­kunft der An­gehöri­gen zur Schlüs­sel­über­gabe. Dort sitzend er­zählt sie in ei­nem Mono­log von ihrer Tätig­keit, Motiva­tion und einzel­nen Erfah­rungen. Die Woh­nung des Ver­storbenen wird als her­metischer Schau­platz des Arbeits- und Lebens­alltags wäh­rend des ge­samten Films nicht ver­lassen.

Sonderpreis 2020 des Festivalleiters

Begründung:

Julia Rösler und der «werkgruppe 2» gelingt mit diesem Film eine ein­fühl­same Studie zu ost­europäischen Pflege­kräften, die mit ihrer Arbeit in wohl­habenden Ländern ganze Familien ernähren. Marina, die Frau im Mittel­punkt, steht für viele und spricht für viele. Von der Öffent­lichkeit kaum wahr­genommen und von ihren «Arbeitgeber:innen» oft scham­los aus­genutzt ver­richten sie Tätig­keiten, für die sich die Mitglieder  der wohlhabenden Gesell­schaften zu schade sind.  

«Marina» ver­mittelt Ein­blicke in eine Arbeits­migration, die ganze Erd­teile umfasst, die von niemandem ge­wollt ist und die die sozialen Strukturen in den ärmeren Ländern massiv gefährden. Und die dennoch immer mehr an Um­fang gewinnt.

Veröffentlicht auf der DVD Best of look&roll 6

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«Marina» von Julia Roesler, Deutschland 2018

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Was ist look&roll?

look&roll ist ein Kurzfilmfestival.

Das Festival ist international.

Es findet alle zwei Jahre in Basel statt.

Worum geht es beim Festival?

Wir zeigen kurze Filme.
 Die Filme handeln vom Leben mit:

  • Behinderungen
  • chronischen Krankheiten
  • Neurodivergenz

Neurodivergenz bedeutet: Das Gehirn von manchen Menschen funktioniert anders als bei vielen anderen.
Das ist keine Krankheit.
 Es ist eine natürliche Vielfalt von Menschen.
Zum Beispiel gehören dazu Menschen mit:

  • ADHS
  • Autismus
  • Legasthenie

Ist das Festival zugänglich?

Ja. Alle Filmvorführungen sind barrierefrei.

  • Es gibt Audiodeskription.
 Audiodeskription bedeutet: Eine Stimme beschreibt, was im Film zu sehen ist.
  • Es gibt Untertitel mit Beschreibungen von Geräuschen.
  • Es gibt eine induktive Höranlage für Menschen mit Hörgeräten.
  • Es gibt eine Übersetzung in Gebärdensprache während Ansprachen.
  • Der Kinosaal ist rollstuhlgängig.
  • Es gibt Plätze für Rollstühle.
  • Es gibt einen Lift.
  • Es gibt Liegemöglichkeiten.
  • Es gibt einen Ruheraum.

Was ist das Ziel des Festivals?

Wir möchten Geschichten rund um Behinderungen zeigen, die selten erzählt werden.

Wir möchten Filme gemeinsam erleben.

Menschen mit und ohne Behinderungen sollen sich begegnen.

Was ist look&roll unterwegs?

Nach dem Festival zeigen wir unsere Filme auch an anderen Orten. So erreichen wir Menschen, die nicht am Festival teilnehmen können.

Wir organisieren unterschiedliche Veranstaltungen:

  • Gespräche
  • Workshops
  • Kurzfilmabende

Wie kann ich look&roll kontaktieren?

Du kannst uns gerne mit einer E-Mail kontaktieren.
Unsere E-Mail-Adresse ist: info@lookandroll.ch

Mitmachen

look&roll freut sich, wenn Menschen mitmachen möchten.

Du kannst dich bei look&roll melden, wenn du:

  • mitarbeiten möchtest
  • Ideen hast
  • oder unsere Arbeit unterstützen willst.

Besonders wichtig für uns ist:

Menschen mit Behinderungen und Menschen mit chronischen Krankheiten sollen mitarbeiten können.

Wir freuen uns über jede Nachricht!

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