FESTIVAL 2024
JURY & PREISE

Mitglieder Jury 2024

Porträt von Edwin Ramirez

Edwin Ramirez

Edwin Ramirez (they/them, keine) ist Zürcher Theater­macher:in und Stand Up Komiker:in. 2020 hat Edwin zu­sammen mit Nina Mühle­mann Crip­tonite ge­gründet, ein crip-­queeres Theater­projekt, das Per­formances von und mit be­hinderten Künst­ler:innen macht. Edwin engagiert sich an vielen Stel­len der Zürcher Kultur­land­schaft.

Porträt von Gerhard Protschka

Gerhard Protschka

Gerhard Protschka ist der Gründer von look&roll. Er hat das Festival von 2005 bis 2023 geleitet. Er produziert ge­meinsam mit einem Team von Menschen mit und ohne Sinnes­behinderungen Audio­deskription und de­skriptive Unter­titel für Filme.

Porträt von Nina Mühlemann

Nina Mühlemann

Nina Mühlemann (they/keine) lebt in Zürich und ist Künst­ler:in sowie Theater- und Disabilty­wissenschaftler:in. They arbeitet der­zeit im Forschungs­projekt «Ästhetiken des Im/Mobilen» an der Hoch­schule der Künste Bern, das die Praktiken be­hinderter Künst­ler:innen erforscht. Im Jahr 2020 gründete Nina zu­sam­men mit Edwin Ramirez Crip­tonite, ein crip-­queeres-­Theater­projekt, das mit Aesthetics of Access arbeitet.

Porträt von Sabine Berg

Sabine Berg

Sabine Berg spielte in zahl­reichen Kino-, Fernseh- und Theater­produktionen mit und wurde für den «Euro­päischen Film­preis» als «Beste Neben­darstel­ler­in» nominiert. Neben ihrer Tätig­keit als Schau­spieler­in hat sie bei mehreren Kino­projekten am Dreh­buch mit­ge­arbeitet und sie war be­teiligt bei der Programm­gestaltung des Indipendent-Verlags «maas media» in Berlin.

Preise 2024

Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger:innen!

Lobende Erwähnung

Coexist

Komeil Soheili

«Coexist» von Komeil Soheili, Iran 2019

In­mit­ten von spek­ta­ku­lä­ren Land­schafts­auf­nah­men nä­hert sich die­ser Film dem Le­ben ei­nes aus­ser­ge­wöhn­li­chen al­ten Man­nes. De­la ist blind und er ist Ka­pi­tän ei­nes Fisch­kut­ters auf der In­sel Hor­muz im Süd­i­ran. De­la spielt beim Fisch­fang na­tür­lich ei­ne un­ge­wöhn­li­che Rol­le. Wie eng er mit der Land­schaft und dem Meer ver­bun­den ist zeigt sich un­ter an­de­rem, wenn er sei­ne be­son­de­re Pas­te her­stellt.

2. Jurypreis von CHF 1'500

La acampada

Der Camping-Ausflug

Afioco Gnecco / Enrique Cervantes

«La acampada» von Afioco Gnecco / Enrique Cervantes, Spanien 2022

Leo ist ein 13-jähriger Junge, der sich seit einiger Zeit um seine Mut­ter kümmert. Sie hat mit schweren De­pres­sion­en zu kämpfen und kann ihren Al­ltag kaum mehr be­wältigen. Ein be­vo­rstehender Schul­aus­flug scheint die Si­tu­ation weiter zu belasten: Während Leo un­sicher ist, ob er die Mut­ter al­lein las­sen kann, ver­sucht sich diese, mit ihrer letzten Kraft auf­zuraf­fen. Aus beiden Per­spek­tiven ge­filmt, legt der Film die Dy­namiken einer Mutter-­Kind-­Beziehung offen, in der sich die Rol­len aufgrund einer Krank­heit umgekehrt haben.

1. Jurypreis von CHF 4'000

Gioia

Laura Stek

«Gioia» von Laura Stek, Niederlande 2019

In ihrer Psychose hat Gioia die schön­sten Träume und die dunkelsten Albträume erlebt. Jetzt fühlt sie sich durch ein stabiles Leben in der Alltags­welt ver­ankert. Alles, was auf Überschwang oder Intensität hindeutet, ist zu einer potenziel­len Be­drohung geworden. Mehr­mals mus­ste Gioia wegen einer manischen Epi­sode, aus­gelöst durch ihre bi­polare Störung, einge­wiesen werden. Um nicht wieder in der Klinik zu landen, achtet sie nun auf ge­regelte Struk­turen. Doch wo bleibt da noch Raum für Imagi­nation? Ein Tanz­dokumentar­film, der die Grenzen von Fantasie und Realität auslotet.

Publikumspreis

Le frère

Der Bruder

Jérémie Battaglia

«Le frère» von Jérémie Battaglia, Kanada 2019

Kaïs verliert auf­grund von Duchenne-­Muskel­dys­tro­phie nach und nach seine körper­lichen Funk­tionen. Der Do­kum­entar­film por­trätiert eine Familie, die trotz verschiedener Be­hinder­ungen und schwieriger Um­stände ihren Zu­sammen­halt an erste Stel­le setzt. Es ent­faltet sich eine be­weg­ende Misch­ung aus Kaïs’ fantastischen Traum­welten, den Er­zählung­en seiner Eltern und Brüder über die Aus­wirkung­en der Krank­heit sowie al­ltäg­lichen Szenen, die zeigen, wie liebe­voll und wert­schätz­end er um­sorgt wird.

Lobende Erwähnung

Egg Cup Reqiuem

Regie: Prisca Bouchet / Nick Mayow

«Egg Cup Requiem» von Prisca Bouchet / Nick Mayow, Neuseeland 2019

Der 90­jäh­ri­ge John­ny Green hat im Lauf sei­nes Le­bens meh­re­re Tau­send Ei­er­be­cher zu ei­ner ein­zig­ar­ti­gen Samm­lung zu­sam­men­ge­tra­gen. Atem­be­rau­bend schö­ne De­tail­auf­nah­men die­ser Ob­jek­te bil­den Hin­ter­grund zu John­nys Er­zäh­lung. Sei­ne ein­drück­lich vor­ge­tra­ge­nen Er­in­ne­run­gen of­fen­ba­ren den Ur­sprung sei­ner Lei­den­schaft, trau­ma­ti­sche Er­leb­nis­se in der Kind­heit und ei­nen Mann, der sich mit sei­nem Le­ben aus­ein/­­an­der ge­setzt hat.

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